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Zucht
Ist eine Orchidee bestäubt worden welkt Sie relativ schnell. Oft schon nach wenigenStunden.
Erkennbar an der stark zunehmenden Schwellung des Fruchtknotens. Die Blütenblätter bleiben verwelkt haften oder werden einfach abgeworfen. Es bildet sich die Samenkapsel.
Die Wachstumszeit (Reifezeit) dauert in der Regel einige Wochen, bei einge Arten auch bis zu 2 Jahren.(Die Falterorchidee braucht etwa 7-9 Monate bis zur Reife). Der Samen wird einfach ausgeworfen.
Eine Samenkapsel kann mehrere Millionen Samen enthalten.
Der Keimling ist auf eine zumindest zeitweilige Symbiose mit wurzelbewohnenden Pilzen angewiesen, da die winzigen Samen kaum eigenes Nährgewebe besitzen.
Die Wurzelpilze dienen sozusagen als Amme. Ohne die Nährstoffe, die der Pilz zur Verfügung stellt wäre kein Wachstum nach der Keimung möglich. Weil dieser Pilz auch in den Tropen recht selten ist gilt dies auch für die dort lebenden Orchideenarten.
Wächst der Orchideensprößling erst mal an, kann er nach einiger Zeit auf den Symbionten (Pilz) verzichten. Manchmal bleibt er aber weiterhin mit Ihm verbunden.
Die Pflanzen die wir heute zu Hause kultivieren haben natürlich nie einen Pilz benötigt. Die Nährstoffe die der Pilz liefert werden heute direkt im Labor an den Samen gebracht. Die Anzucht findet ohne Pilz statt.
Aus einer einzigen Samenkapsel können sehr viel Pflanzen heranwachsen.
Eine besonders raffinierte Methode aus dem Labor ist die Gewebevermehrung!
Hier werden Zellen aus einer Pflanze gewonnen und zur Teilung angeregt. Das Ergebnis wird wieder geteilt, bis die gewünschte Anzahl erreicht ist. Jetzt dürfen die Zellen wachsen, uns es entstehen zu 100% identische Nachkommen.(Gewebevermehrte Orchideen bezeichnet man auch als Mericlone oder Meristeme).
Fast alle Orchideen sind durch die Bestäubung durch Insekten oder Vögel angewiesen. Eine große Rolle spielen hier Ameisen. Die Blüte ist hier das Lockmittel. Mal eher unscheinbar, mal protzend mit Form, Größe u. Farbe. Der Duft ist meist individuell. Entscheidend hier der Lebensraum und die dort lebenden Insekten.
Das kann natürlich nur funktionieren wenn das Lockangebot lohnend ist. Der Nektar ist eine schmackhafte nährende Zuckerlösung.Der Sinn besteht darin das ein Pollenaustausch stattfindet. Der Bestäuber soll den eigenen Blütenstaub (Pollen) zu einer anderen Blüte bringen.
Je nach Bestäuber lockt die Orchidee unterschiedlich. Süßer Duft am Tag kann Bienen locken, in der Dunkelheit die Nachtfalter. Auch sie mögen es süß. Aasfliegen hingegen mögen es faulig.
Auch die Farbe ist wichtig. Bienen bevorzugen gelb oder blau. Aasfliegen braun oder purpur. Dem Nachtfalter ist die Farbe egal, denn Nachts spielt die Farbe eine untergeordnete Rolle.
Auch die Form der Blüte ist angepasst. Wir finden sie als Röhre oder als Schlüssel. Oder als geniale Falle wie beim Frauenschuh. Hier werden Insekten angelockt, doch der scheinbar sichere Einstieg am Schuh (Lippe) ist rutschig.
Das Insekt das in den Schuh rutscht hat entweder Pollen mitgebracht oder bekommt ihn nun angeheftet. Der Weg zurück führt unweigerlich an der Narbe vorbei - in die Freiheit und zur nächsten Bestäubung.© 2007 Ratgeber Orchideen - Orchideen Pflege - Orchideen züchten
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